Filmkunst-Berlin
Bei Freunden zu Besuch. Da wo zuvor noch ein typisch 1990er
Ostsektoren-Technoplattenladen hauste, residiert seit Dezember 2005 die wohltuendste ›Cinethek‹ (Selbstbeschreibung) around.
Du kommst rein, warme Musik und freundliche Menschen, die Dich persönlich anschauen und auch anlachen. Die Regale präsentieren sich angenehm zurückhaltend wie in einer thematischen Buchhandlung. Alle DVD's sind nach RegisseurInnen, auch SchauspielerInnen, auch Ländern, Epochen sowie Genres aufgeteilt. Je nach Stimmungslage findet sich hier auf jeden Fall etwas. Das etwas betröppelte Unverrichteter-Dinge-Wieder-Raus-Gehen, zu dem so viele DVD-Supermärkte einladen, entfällt hier gänzlich.
Und wenn man doch wieder einmal
allzu wählerisch ist, kann man (fast) täglich von 12 bis 24 Uhr auch einfach einen feinen Milchkaffee, Yogitee oder einen der saisonalen Softdrinks auf den wohnlichen Sitzmöbeln, Mid-20th-Century, zu sich nehmen. Blätternd in Film- und Musikzeitschriften oder dem rororo-Filmlexikon kommen lang gesuchte Filme ganz unwillkürlich wieder in den Sinn. Und hier sind sie garantiert zu finden. Oder werden umgehend neu bestellt und in's
Programm mit aufgenommen.
Zu Hause bei Freunden. (Der Website ist unbedingt Glauben zu schenken.)
Filmkunst-Berlin
Programmfilmvideothek
Mo-Sa 12:00-24:00, So 13:00-24:00
Revaler Straße 8
10245 Berlin-Friedrichshain
Germany
S-Bahn Warschauer Straße
Tram M10 Warschauer Straße
Website: http://filmkunst-berlin.de
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hs, 4. Februar 2006, 23:06
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Goldman´s Bar
Danach ist es noch zu früh zum Heimgehen. Wenn die kaputten Kids mit ihrer haschgebleichten Haut bis um 7 Uhr die Bürgersteige vollkotzen, kannst du nicht schon um 11 wieder zurück an den Rechner, wo noch die unerledigten Aufträge des Wochenendes einen unflotten Dreier machen - nachher, wie sich rausstellt, schwillt ein To Do von 3.500 auf 7.000 Zeichen an. Unterdessen gehst du mit einem Freund Richtung Auto, weg von den Touristen, die dir entgegen kommen und mit slawischem Dialekt fragen, wo es hier zum Kurvenstar geht. Jetzt wäre eine gute Location sehr angenehm, irgendwas Unaufgeregtes. Deshalb streichst du das Greenwich von der Liste, denn am Wochenende sind da nur neue Jamba-Troubleshooter, denen du den Laden mal gezeigt hast. Bleibt also noch die Goldman´s Bar.
Die Goldman´s Bar hat keinen Türsteher, der dich wegen deines Verhaltens beim vorletzten Mal rausschmeissen könnte, und die Typen an der Bar hast du damals ordentlich geschmiert. Eigentlich hat da niemand Grund sich zu beschweren, denn du hast nur zugeschaut, wie sie sich betrunken hat, und im Vergleich zu dem, was heute im Internet an Porno zu finden ist, war der weitere Abend auf dem Sofa wirklich nur Kindergarten. Ausserdem hätten sie ja was sagen können, wenn es ihnen nicht gepasst hätte. Mein Gott, sollen sie halt nur Barhocker reinstellen, dann weiss man wenigstens, dass man mit Horizontalem nichts anzufangen braucht. Es gab keinen Grund, so zu gaffen, die 10 Euro Trinkgeld waren einfach nur nett, und der Knutschfleck, den sie durch Sakko und Hemd gemacht hat, war eine Woche später abgeheilt. Dein Leben war schön an diesem Abend, also gehst du mit deinem Freund nach so langer Zeit wieder die schmale Treppe am Rosenthaler Platz runter und hast das Vergnügen zu erfahren, dass es hier keinen Tee gibt. Vergessen. Kein Wunder. Ficken dummt gut.
Du sitzt auf dem Barhocker und schaust dich um. Das Publikum ist recht jung, allzu viel ist nicht los. Das macht die Kellerlage unter dem Hostel, der Laden ist gut versteckt. Aber es ist nicht so laut, man kann sich unterhalten. Hey, man kann sich hier unten auch unterhalten! Das ist für dich eine eher neue Erkenntnis. Aber sie ist in dieser Winternacht irgendwo weit weg, du hast keine Ahnung, denn das letzte Telefonat vor 2 Monaten hat sie abgewürgt. Egal. Hinten an der Wand sind immer noch die undezenten 70er-Jahre-Dekorationen, nur das Display mit dem Aquariumprogramm ist neu, oder dir zumindest noch nie aufgefallen. Während die Jungs an der Theke Longdrinks mischen, erzählst du von früher und der Idee, mal einen Stadtführer für Berlinhasser zu machen. Im Nebenraum ballern sich vier Teens aus Israel dem Delirium Tremens entgegen, auf dem sie dann später in Richtung WMF gleiten werden. Die amerikanischen Mädchen finden es sehr ungewöhnlich, dass sie mit 18 schon das zweite Bier trinken. Alles sehr unaufgeregt und international hier.
Du überlegst dir, was du tust, wenn sie heute Nacht hier her kommt. Du würdest freundlich sein, nett, du würdest an ihr schnuppern und wahrscheinlich wieder verknallt sein, wie damals, wie immer. Irgendwie bist du ganz froh, dass sie nicht kommt, das erspart dir ein paar grundsätzliche Überlegungen über die Wankelmütigkeit der Frauen und über dich selbst. Das Geplapper der Kids, die Musik und das Klimpern an der Bar lullt dich ein, und nach einer Weile bist du so ruhig und blöd wie die virtuellen Fische auf dem Monitor über der Bar. Alles ist gut, dein Leben ist schön hier in der sehr angenehmen, entspannten Goldmann´s Bar, noch eine Stunde so, und der Abend ist gelaufen. Eine runde Sache.
Dein Freund kennt sie übrigens. Plötzlich, als du etwas Belangloses erzählst, wendet er sich ab und schaut über deine Schulter, Richtung Treppe. Da muss was sein. Du drehst dich um, und da
steht si
ist wegen der Gefahr einer Themaverfehlung der Zeitpunkt gekommen, die Ortsangaben zu bringen:
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Goldman´s Bar
URL
Im Keller des Circus Hostels
Weinbergsweg 1a
10119 Berlin
Preisniveau €
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don alphonso, 25. Jänner 2005, 20:00
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Monochrom
Sie hasst es. Sie will nicht photographiert werden, schon der Gedanke ans still sitzen oder gar liegen bereitet ihr seelische Qualen. Aber jetzt muss es aus irgendeinem, dir nicht genauer mitgeteilten Grunde doch sein, ja, sie verspricht nicht zu jammern, aber sie stellt die Bedingungen. Schwarzweiss sowieso, es sollte aussehen wie ein Bild aus den 20er Jahren, ganz scharf, weil sie grosse Abzüge machen will, und trotzdem "irgendwie so weich, du weisst schon", weil sie schön sein will, und keinesfalls so ein hässliches Digitalbild.
Deine Bedingung - auch ein, zwei erotische Bilder, nur mal so zum Ausprobieren - quittiert sie mit einem marzipanweichen "Vielleicht". Du bist froh, dass du viel Geduld und eine russische Kopie der Leica II besitzt. Du brauchst jetzt eigentlich nur noch nicht allzu gutes Filmmaterial, um diese typische 20er-Jahre-Körnung hinzubekommen. Illford ist viel zu gut und scharf, die DDR-Orwo-Filme sind längst vom Markt verschwunden. Aber du hast vor kurzem bei ihr in der Nähe ein Geschäft gesehen, das Monochrom heisst und sich auf Schwarzweiss spezialisiert hat.
Ein Blick durchs Schaufenster zeigt dir, dass du am richtigen Ort bist. Der hohe Raum ist vollgestopft mit Photoutensilien, die in Zeiten der Megapixelgigantomanie vom Aussterben bedroht sind: Mittelformat-Kameras, Rollfilme, Vergrösserer, Entwicklungsflüssigkeiten, und jede Menge Photopapier für jeden Zweck und Anlass. In Vitrinen stehen Leicas, Rolleis, Hasselblads und russische FEDs aus den 60er Jahren; recht günstig eigentlich und noch richtige Mechanik; eine echte Kamera eben, und keine Geizistgeil-Digiknipse.
Du erklärst dem Verkaufer lang und breit dein Problem - keine gute Beleuchtung, Haut zu Stoff in hoffentlich möglichst grossem Verhältnis, 50 Jahre alte Kamera mit 50mm-Objektiv, und dass sie aussehen will wie Dolores del Rio, oder zur Not auch noch wie Lauren Bacall in Dunkel, und dass dich, falls es nicht gelingen sollte, in ein paar Tagen eine wenig amüsante Abendgestaltung erwarten würde. Das sagst du nicht direkt, aber er versteht das auch so und sagt, kein Problem, die neuen Rollei-Filme sind genau das, was du brauchst, und einen Mann, der - wahrscheinlich noch in einem Keller mit Kohlenofen auf alten Leitz-Equipment - solche Bilder im Stil der Hollywood-40er entwickeln kann, kennt er auch.
Dann gehst du hoch in die Galerie und schaust Dir Bilder von Leuten an, die es richtig können, und überlegst, in welchen Posen du sie auf dem Parkett und in der Küche räkeln lassen wirst. Dabei fällt dir ein, dass sie sicher nichts zum lustvoll Rumknabbern haben wird, denn ihr Kuhlschrank ist so leer wie ihr Herz gross, also wirfst du einen letzten, dankbaren Blick zu den netten Verkäufern und machst Dich auf den Weg, Garli-Paprika, Creme fraiche, Ricotta und Gran Padano zu kaufen, denn du hast es bereits vor Augen; sie, spärlich bekleidet, an dem Herd, an dem sie sonst aus Prinzip nicht steht, mit der Paprika die Sauce aus dem noch heissen Topf löffelnd, ganz allein mit dir, der Kamera und der lichthungrigen, kontrastgierigen Filmrolle, und dein Leben wir schön sein.
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Monochrom-Berlin
Werktags 10.30 Uhr bis 19.30 Uhr.
Samstag von 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr.
Ackerstr.23 – 26
10115 Berlin (Mitte)
Tel. 030-24632050
www.monochrom.com
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don alphonso, 4. November 2004, 20:41
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eco express
ich sitze am fenster, blicke hinaus und denke: „hier fährt don alphonso
ab und
zu vorbei, fotografiert den laden in dem ich gerade im schaufenster sitze und schreibt dazu vielleicht eine kleine geschichte über »sie«.“ komisch. ich sitze im waschsalon und denke beim warten ans bloggen. normal ist das nicht.
hier kostet die wäsche in einer miele-waschmaschine 2 euro, auch wenn am schaufenster
1,90 1,50 € steht. immer noch gut und günstig. 10 minuten trocknen kostet nen halben euro.

normalerweise brauche ich fürs waschen andertalb stunden: zwei maschinen vollstopfen, einen kaffee
hier oder
hier trinken und zeitung lesen, die wäsche in die trockner stecken, gegenüber bis der trockner fertig ist, beim kamps bei der dumpfesten aller bisher kennengelernten bäckereifachverkäuferinen etwas frühstücken, die trockene wäsche in mein rollköfferchen stecken und nebenan in die u-bahn springen und ins büro fahren.
heute machte mir die ältere dame, die gleich 4 maschinen für sich beanspruchte, einen strich durch die rechnung. ich konnte nur eine maschine füllen, mehr waren nicht frei. so dauerte die waschaktion fast doppelt so lange. ich bin zum ersten mal genervt vom waschsalon.

früher war ich immer nur genervt von den waschmaschinen bei mir zuhause. man glaub es nicht wie empfindlich diese dinger sind. mir sind bereits drei waschmaschinen unter der hand weggestorben, was einerseits daran liegen mag, dass sie alle günstig und gebraucht waren und die waschmaschinen-todesfälle alle in wohngemeinschaften stattfanden. in stuttgart kam ich einmal nach hause, der boden der küche stand 2 cm hoch voll wasser und mein
mitbewohner bernie sass im seinem zimmer und spielte videospiele: „jo. hab ich gesehen, die is kaputt.“ zwei andere waschmaschinen waren sehr agil und standen im keller nach der wäsche immer in einer anderen ecke als vorher, irgendwann ereilte sie der tod durch unwucht.
in berlin hatte ich einfach keine lust mehr auf eine neuanschaffung, zumal ich aufgehängt getrocknete wäsche hasse und mir auch noch einen trockner hätte besorgen müssen. ohne waschmaschine im ohnehin engen bad brauchte ich auch keine angst davor zu haben, dass der anschluss wasser lassen könnte oder schaden verursachen, unwuchten können mir egal sein, wartung ebenso, nur warten muss ich ab und an, wie heute.

was mir in berlin „
eco express“ am rosenthaler platz noch fehlt ist wlan, in köln haben die „eco express“ t*com hotspots, die man ja bekanntlich
umsonst benutzen kann. dafür springen hier nette und hilflose menschen herum.
geld hab ich dort schon geschenkt bekommen und jedesmal habe ich mindestens einmal die möglichkeit jemandem die funktionsweise der maschinen zu erklären, meist auf englisch. liegt wohl daran dass am rosenthaler platz ein
touristen-hostel steht. neben den touristen waschen dort „mitteschnitten“, rentner und ganz normale irre, wie ich. „waschsaloons“ sind in der mitte der gesellschaft angekommen. nur von der benutzung des getränkeautomaten ist ernsthaft abzuraten.
eco express
rosenthaler strasse 71
10119 berlin
ca.
41 mal in deutschland
1,50 € - 2,00 € pro waschgang
0,50 € 10 minuten trocknen
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dipl.ix, 23. September 2004, 18:29
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Silberallee, Schöneberger Flohmarkt, Berlin
Disclaimer: Text geeignet für Personen, die Arroganz für eine Tugend halten.
Sie hat angefangen. Schon immer. Und du warst immer der Dumme. Zum Beispiel vor drei Jahren, als sie angefangen hat, deinen Eltern zu jedem grösseren Anlass Silber zu schenken. Nicht das es unbedingt nötig wäre, es gibt im Wortsinn Familiensilber, aber sie fügte laufend Objekte hinzu. Und jedesmal hast du dich geärgert, über die dummen Sprüche deiner kleinen Schwester, bei welchem wuchernden Trödler am Münchner Viktualienmarkt sie das aufgegabelt hat und wie teuer das war. Und du hattest nie sowas gekauft.
Du hast dir geschworen, es ihr irgendwann heimzuzahlen. Als sie das letzt Mal wieder mit einer kitschig verpackten Kleinigkeit aus ihrem Roadster stieg, bist du auch gerade aus Berlin angekommen, mit einer orangen Plastiktüte und Zeitungspapier in der Hand. Sie ging vorran, überreichte Deinen Eltern das Dingens und beglückwünschte sie. Dann warst du dran. Du hast was von wegen "keine Zeit mehr es zu verpacken" gemurmelt, umstandlich ein anderthalb Kilo schweres Biedermeiertablett aus 13löthigem Silber aus der Tüte gezogen und es ihnen hingehalten. Es ist in etwa so gross, dass deine Schwester noch 5 Jahre Zeug von ihren grattligen Wucherern anschleppen muss, um es zu füllen. Ihr Blick in diesem Moment - unbezahlbar.
Das alles verdankst du der Silberallee, einem Budenweg am südlichen Rand des Flohmarktes am Schöneberger Rathaus in Berlin. Hier finden sich diejenigen Händler ein, die die besseren Objekte der Begierde haben: Alte Kronleuchter, Perserteppiche, feines Porzellan und natürlich auch das feine Tafelsilber, das es hier in Berlin in rauen Mengen gibt. Der Grund dafür ist vielschichtig. Berlin war jahrhundertelang eine fette Zecke, die sich mit dem Reichtum anderer Regionen vollsog. Während die Weber in Thüringen verhungerten, die Altmärker wie die Fliegen an Zyphus starben und Bayern für den preussischen Grössenwahn auf den Schlachtfeldern niedergemetzelt wurden, häuften hier die besseren Bürger ihr Vermögen an.
Aber die Zeiten sind vorbei, Berlin ist arm, kaputt und wird von korrupten Cliquen in den Abgrund gewirtschaftet. Die verelendeten Familien haben keinen Anstand mehr und verschleudern den Reichtum ihrer Ahnen, um sich dafür billige DVD-Player, Ikea-Möbel und Premiere-Abos zu kaufen. Der verbliebene Mittelstand, der sich bedienen könnte, ist in dieser Stadt längst in seiner Existenzt bedroht und hat andere Sorgen. So ist es an dir, aus der Konkursmasse des Berliner Bügertums die besten Stücke herauszuschneiden.
Hier, inmitten des besseren Viertels Schöneberg, wo ihre Besitzer vielleicht lebten, kommen sie auf den Markt. Natürlich musst du verhandeln. Aber verhandeln macht dir Spass, dein fast immer aus dem Orient oder Russland stammendes Gegenüber macht es auch gerne, und so kannst du deiner levantinischen Ader freien Lauf lassen, bis sie dich fragen, ob du Libanese bist, was im Allgemeinen ein Zeichen dafür ist, dass jetzt der Endpreis erreicht ist (Libanese nicht, knapp daneben ist auch vorbei). Die Preise sind, gemessen am Münchner Niveau, absolut lachhaft. Bisweilen zahlst du kaum mehr als den Materialwert, und selbst Objekte, die wirklich die Bezeichnung Antiquität verdienen, sind hier noch bezahlbar. Im Allgemeinen gilt: Nie mehr als das fünffache des Materialwerts - der aktuelle Silberkurs liegt bei 17 Euro für 100 Gramm. Kurz: In der Silberallee kannst du erahnen, wie sich die Spanier gefühlt haben müssen, als sie den Silberberg von Potosi entdeckt haben.
So wie heute etwa. Diese Silberschale aus dem späten Biedermeier wirst du aber nicht behalten. Schliesslich hast du von der Silberallee schon eine ähnliche Schale für die Tomaten, eine für die Weintrauben, und für Zwiebeln und Knoblauch ist sie dann doch zu schade. Dafür hast du eine Majolika aus dem 19. Jahrhundert. Die Schale kriegen deine Eltern zum nächsten Fest. Und deine Schwester mit ihren popligen Döschen einen Herzkaschperl.
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Flohmarkt am Rathaus Schöneberg
John-F-Kennedy-Platz, 10823 Berlin
Samstag und Sonntag, 10-15 Uhr
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don alphonso, 11. September 2004, 19:12
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