
Wenn die Sozioisobaren-Theorie zutrifft, dann werde ich campen bis die blonden Töchter Gefallen an coolen Burschen finden. Also die nächsten 10 Jahre. Dank eines freundlichen Hinweises Premiere in den Gorge du Tarn. Ein kleines Flüsschen, Gumpen, Felsen, Pappeln und Friede. Das mögen die Blondinen. Nicht weit: Menhire, Klettergärten und Wanderungen. Sehr kinderkompatibel alles.
Camping Chantemerle
au bord du Tarn
Barbara Chevallier et Emmanuel Turlais
La Pontèze
48400 Bédouès
Languedoc Roussillon, Lozere
+33 466 45 1966
fx +33 495 35 3394
m +33 673 8653 16
ausserhalb der Saison +33 4 9535 3394
chante-merle@wannadoo.fr
barbara.sisco@wanadoo.fr
http://monsite.wanadoo.fr/campingchantemerle/
GPS: N 44.20.712 W 003.36.646
WiFi vorhanden, wenn man's mag.
Die schönsten Plätze sind direkt am Fluss mit Morgensonne: 35, 38 (mit Wasser und Strom), und zurückgesetzt die 24 und 31.
Wer, wie es die Reisebegleiter zu Recht empfehlen, den Papstpalast und die Cathédrale Notre-Dame-Des-Doms besichtigt hat, den Rocher des Doms weiter empor gestiegen ist, um einen Blick auf den Mont Ventoux und das Panorama rund herum zu werfen und dabei nicht von einem frisch wehendem Mistral umgeworfen wurde, könnte hiernach die östlich gelegenen Escaliers Ste Anne hinabsteigen, zweimal nach rechts biegen und vor der folgenden Promenade des Papes einen Abstecher an der Manutention, einem ehemaligen militärischen Lager, machen.

Seit knapp dreißig Jahren befindet sich dort das Utopia, ein Kino, das man sich auch zu Hause wünschte, so toll ist es. Innerhalb von vier Wochen werden zwischen 35 und 40 Filme vorgeführt, deren Auswahl breiter ist, als man es einem Kino Frankreichs unterstellen könnte - wenn man das denn tun wollte. Neben Retrospektiven umfasst das Programm natürlich zahlreiche aktuelle französische Filme.
Darüber hinaus solche aus Israel, Argentinien, Indien, Peru, Pakistan, Japan, Deutschland, Süd-Korea, Kanada, Afghanistan, dem Libanon, Dänemark, Thailand, Italien, Kolumbien, der Mongolei, Neuseeland, Großbritannien, den USA, Hongkong, Russland, China, Kuba – wie es das derzeit aktuelle Programm ausweist. Filme aus Ländern also, die, um ein Beispiel zu nennen, in deutschen Kinos selten, nicht oder nicht mehr vorgeführt werden.
Die Manutention hat vier Säle, einen weiteren gibt es weiter runter an der Hauptstraße der Altstadt. Zu zwei der vier Sälen steigt man eine steile, hölzern-knarrende Treppe hinauf, aber die Leinwände, die man in den Sälen dahinter vermutet, sind größer als man denkt – vor allem sind sie gerade und nicht gebogen. An dunkelblauen Tapeten hängen neo-neo-neo-neo-klassizistische Pseudogemälde. Die Sitze haben keine Trinkbecherbefestigung, die Preise sind sehr moderat und vor dem Film gibt es gelegentlich eine Vorschau dessen, was demnächst bei Utopia gezeigt wird.
Man sollte pünktlich sein, denn nach Filmbeginn wird kein Gast mehr in den Saal hineingelassen. In der vergangenen Woche habe ich jedes Mal 20 bis 30 Minuten warten müssen, so lang sind die Schlangen vor der Kasse nämlich meistens. Orientierung durch das Angebot schafft ein Mitte des Monats erscheinendes, gut 50 Seiten dickes Programmheft, das nahezu überall in der Region ausliegt.
Cinéma Utopia Avignon
4, rue des escaliers Ste Anne
84000 Avignon
Eintritt: 5 € | Mittags: 3 €
Website:
http://www.cinemas-utopia.org/