Donnerstag, 1. Juni 2006

[New York City: Food]

Crif Dogs

Manche Dinge braucht man nicht zu erklären,
andere sollte man nicht.



McDonalds ist so ein Beispiel. Wie Produkte, die eben noch der heißeste Scheiß seit Lakritze für fünf Pfennig waren, über Nacht zum Inbegriff für miesen Dreck werden konnten, ist mir unbegreiflich. Das deprimiert mich mindestens ebenso, wie sicherlich Sie, was mich zu noch Ungesunderem greifen läßt und auch auf Sie sicherlich keinen überaus wünschenswerten Effekt hat, weswegen ich mein zweites Beispiel (Steuerrückzahlungen und deren Ausbleiben) jetzt unter den Tisch fallen lassen und gleich zur Sache kommen werde:

Geh’ zu Crif Dogs und fühl Dich wieder jung.
Aller.



Ich bin mir sicher, die Mädels hinter dem Tresen von Crif Dogs sind nicht nur glücklich, sie haben auch herausgefunden, wie man ewig jung bleibt. Nicht Peter Pan jung, sondern ich bin arm, fröhlich, mag mich und nicht dich und hab viel sex jung, dieses jung, das wir später alle nie gewesen zu sein bereuten. Wie viele strahlende Punks, Goths, Emos, Metalheads oder wie man auch immer jetzt die Kinder mit zuviel schwarzer Farbe im Gesicht heute wieder nennen mag, kennen Sie sonst noch? Ungeniert unangepaßt verkauft man hier Hot Dogs mit so ziemlich allem drauf, was dem gemeinen amerikanischen counterculture teenager so einfällt. Fuck Nathans. Fuck Grays Papaya. Fuck Katz’s. Echte New Yorker Hot Dogs gibt’s hier, im Keller bei Crif’s, mit Ramones, Iggy Pop und Daddelautomaten aus den Achtzigern.


Crif Dogs
113 St. Marks Pl., New York, NY 10009
between First Ave. and Ave. A
212-614-2728

Preisklasse: $
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siebenviertel, 1. Juni 2006, 23:26
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Mittwoch, 31. Mai 2006

[Duesseldorf: Food]

Ermitage

Das Restaurant "Ermitage" in Düsseldorf bietet die ganze Vielfalt der russischen Küche. Die Speisen sind reichhaltig und lecker, man sollte dort also eine gute Portion Hunger mitbringen.

Borschtsch (Rote-Bete-Suppe) ist ebenso auf der Karte zu finden wie andere osteueropäische Spezialitäten. Als Vorspeise und Dessert gibt es unter anderem "Bleni", und gleich wird mit diesem doofen Werbespruch aufgeräumt, es handele sich um "grauenhaft" Unverdauliches: Blenis sind Crepes, und die werden mit diversen Füllungen angeboten (sogar mit Kaviar, wenn man das mag). Naja, die Klitschkos sind ja auch keine Russen.

Ansonsten ist die Orientierung deftig: Eintopf und Fleischgerichte mit Reis oder Bratkartoffeln, Salat wird eher als Deko eingesetzt. Zu allem wird normales Oberländer Graubrot gereicht.

Auch das Angebot an Getränken ist bis auf zwei drei Ostweine und Biere nicht ausschließlich russisch, sondern auf die sicher vorhandene internationale Klientel eingerichtet. Auf Wunsch gibt es sogar einen aufgeschäumten Milchkaffee.

ERMITAGE
Russisches Restaurant
Oststr. 63
40210 Düsseldorf
Tel.: (0211) 3 61 34 53
Fax: (0211) 1 71 91 52

www.mon.de

Preisklasse €€
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TJungbluth, 31. Mai 2006, 00:14
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Dienstag, 18. April 2006

[Warnemuende: Food]

Wenn das in dö Kiste roappelt

Deutsche Urlaubsorte werden ja völlig unterschätzt. Seit Jahren bin ich dem herben Charme von Rostock-Warnemünde erlegen, welches von Berlin aus kommod in weniger als zwei Stunden mit dem Auto erreicht werden kann; mit der Bahn dauert es ein gutes Stündchen länger, die Anreise mit der Regionalbahn ist etwas weniger kommod, aber durchaus zumutbar und mithilfe des Ostseetickets unschlagbar preisgünstig.

Nun hat man in solchen stets etwas geriatrisch geprägten Urlaubsorten üblicherweise ein Verköstigungsproblem. Mehr als die Hälfte der Warnemünder Restaurants, vor allem jedoch die am Strom und an der Uferpromenade gelegenen, sind reine Seniorensattmachstationen, in denen ahnungslose Menschen, deren Geschmackssinn durch Wirtschaftswunder-Fresswettbewerbe komplett abgetötet wurde, gestopft und gemästet werden. Gereicht werden dann gerne völlig totpanierte Fischstücke und fette Kartoffelsalate oder Bratkartoffeln.

Eine erfreuliche Ausnahme bietet das Lokal "Seekiste", etwa 300 Meter abseits des Haupttouristenstroms, der vom Bahnhof über die Brücke Richtung Mole rechts abknickt. Wer die recht rustikal eingerichtete Wirtschaft betritt, wird sofort aufs herzlichste von einer gestandenen Tresenmutti begrüßt. Man nimmt Platz, hat nach wenigen Sekunden ein optimal gezapftes Rostocker Pils vor sich stehen und blättert in einer schweren, gebundenen Speisekarte.

Wir probierten die Fischsuppe "Seekiste", eine hervorragende, an Filetstücken überreiche, sämig-tomatige Tunke. Weiter ging es mit Räuchermatjeshappen auf Schwarzbrot, die auf der Zunge zergingen und mit den Ringen von der roten Zwiebel sofortige und langanhaltende Wohlgefühle auslösten. Die Gattin entschied sich für ein gebratenes Dorschfilet auf Senfbutter, ich aß ein gedünstetes Zanderfilet auf regelgerecht geknoblauchtem Blattspinat, welcher mit einem kleinen Klecks Sauce Bernaise gerade den richtigen Spin mitbekam.

Alles war von einwandfreier, unverfälschter Qualität, die Bedienung ist herzlich und gut gelaunt. Auch scheint dieses Lokal bei Einheimischen recht beliebt zu sein, denn es wird einigermaßen viel Platt geschnackt.

Sehr empfehlenswert und um Klassen besser als das benachbarte "Belvedere", das trotz eines Lorenz-Adlon-würdigen Kellners aufgrund der miserablen Würzfleischküche nur weiträumig gemieden werden kann.

Restaurant Seekiste
Am Strom 47
18119 Warnemünde

(0381) 52 114
www.seekiste-warnemuende.de
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jochenausberlin, 18. April 2006, 10:51
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Samstag, 4. Februar 2006

[Berlin: Facilities]

Filmkunst-Berlin



Filmkunst-Berlin


Bei Freunden zu Besuch. Da wo zuvor noch ein typisch 1990er
Ostsektoren-Technoplattenladen hauste, residiert seit Dezember 2005 die wohltuendste ›Cinethek‹ (Selbstbeschreibung) around.

Du kommst rein, warme Musik und freundliche Menschen, die Dich persönlich anschauen und auch anlachen. Die Regale präsentieren sich angenehm zurückhaltend wie in einer thematischen Buchhandlung. Alle DVD's sind nach RegisseurInnen, auch SchauspielerInnen, auch Ländern, Epochen sowie Genres aufgeteilt. Je nach Stimmungslage findet sich hier auf jeden Fall etwas. Das etwas betröppelte Unverrichteter-Dinge-Wieder-Raus-Gehen, zu dem so viele DVD-Supermärkte einladen, entfällt hier gänzlich.

Und wenn man doch wieder einmal allzu wählerisch ist, kann man (fast) täglich von 12 bis 24 Uhr auch einfach einen feinen Milchkaffee, Yogitee oder einen der saisonalen Softdrinks auf den wohnlichen Sitzmöbeln, Mid-20th-Century, zu sich nehmen. Blätternd in Film- und Musikzeitschriften oder dem rororo-Filmlexikon kommen lang gesuchte Filme ganz unwillkürlich wieder in den Sinn. Und hier sind sie garantiert zu finden. Oder werden umgehend neu bestellt und in's
Programm mit aufgenommen.

Zu Hause bei Freunden. (Der Website ist unbedingt Glauben zu schenken.)



Filmkunst-Berlin
Programmfilmvideothek
Mo-Sa 12:00-24:00, So 13:00-24:00
Revaler Straße 8
10245 Berlin-Friedrichshain
Germany

S-Bahn Warschauer Straße
Tram M10 Warschauer Straße

Website: http://filmkunst-berlin.de



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hs, 4. Februar 2006, 23:06
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Samstag, 21. Jänner 2006

[Erlangen: Food]

Ißt du Käse, schließe die Augen



Jeden Samstag die gleiche Diskussion. "Kaufen wir noch Käse?" "Nein, Kühlschrank ist voll." <Pause> "Aber so ein guter Frischkäse. Oder dieser Roquefort aus den Felsenkellern der Auvergne". <Pause> "Nein, komm, der Kühlschrank ist voll, wir brauchen nichts". <Pause> "Trotzdem, stell dir vor, dieser cremige Fermier. Der von der einsamen Kuh aus der Normandie" <Pause> "OK - verdammt. Alles wird vergammeln."

Die Rollenverteilung ist variabel. Nicht aber der Ablauf der Einkäufe.

Wunderschöne Käsesorten.



Jeder Käse hat seine Geschichte.



Und das Geschäft zu verlassen fällt schwer.



Fermier stammt natürlich nicht von einer einzigen einsamen Kuh sondern bezeichnet einen Käse vom Bauernhof, für den ausschließlich selbst erzeugte Milch verwendet werden darf.

Käse-Ecke
Friedrichstr. 10
91054 Erlangen
Germany

Preisklasse: $$$$
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neun, 21. Jänner 2006, 11:54
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